Glaube und Heimat

 
60 Jahre Glaube und Heimat

Liebe Leserinnen und Leser von Glaube und Heimat

Im April 2009 feiert Glaube und Heimat sein 60-jähriges Bestehen. Dieses Alter kann für einen Verein als noch recht jung angesehen werden, auch sind 60 Jahre kein klassischer Anlass für ein großes Fest, doch halte ich es für angemessen, an dieser Stelle kurz innezuhalten und dieses Datum zu würdigen.
„Glaube und Heimat“, so hieß die alte Bistumszeitung der deutschsprachigen Katholiken in der alten Diözese Budweis. Als man diesen Titel auch für unser Heft und unseren Verein wählte, hatte man in die Verbindung der beiden Begriffe eine Botschaft, ja ein Bekenntnis hineingelegt. Der christliche Glaube hat sich von seiner Entstehung an als eine Gemeinschaft verstanden, welche die Menschen jenseits ihrer Herkunft, ihres gesellschaftlichen Standes, aber auch ohne fest umrissenes Land oder Staat gesammelt hat. In den Schrifttexten der Osterzeit wird uns dies immer wieder in Erinnerung gerufen. Der Glaube an Jesus, den Christus, war die Grundbedingung, und die Taufe auf den Dreifaltigen Gott bildete die Besiegelung der Zugehörigkeit zu dieser neu entstandenen Gemeinschaft.

Die Pfingsterzählung der Apostelgeschichte schildert in beeindruckender Weise die Weite der Berufung in die Heimat des christlichen Glaubens, jenseits aller damaligen religiösen und politischen Grenzen. Diese geistige Heimat der Christen findet ihren irdischen Ausdruck in der Gemeinschaft der Kirche, ihre Vollendung aber kommt jenseits der irdischen Erfahrung. Darum kann der Apostel Paulus im Brief an die Philipper schreiben: „Unsere wirkliche Heimat aber ist im Himmel. Von dort her erwarten wir auch Christus, den Herrn, als Retter...“, das heißt, die Vollendung dessen was wir oft bruchstückhaft auf Erden beginnen.

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Das Böhmerwaldlied

Der Text und die Melodie des Böhmerwald-Liedes stammen ursprünglich von Andreas Hartauer. Geboren wurde er am 28. November 1839 auf der Stachauer Glashütte (Bezirk Bergreichenstein) im Böhmerwald. Seine Kindheit verbrachte er im Ortsteil Goldbrunn der Gemeinde Innergefild. Die Eltern Andreas und Elisabeth Hartauer, geborene Gottermeier, hatten acht Kinder aufzuziehen. Andreas Hartauer junior war Glasbläser und Glasmaler. Während seiner Wanderschaft in Deutschland dichtete und vertonte er das Lied. Wehmut, Heimweh und Sehnsucht nach den Bergen und Wäldern seiner Heimat hatten ihn dazu bewegt. Mit diesem Lied hat Andreas Hartauer wohl am Besten die Seele der Bewohner des Böhmerwaldes getroffen. Verheiratet war er seit 1865 mit der Häuslerstochter Anna Oppitz. Sie ist ihm im Tode vorausgegangen. Die Ehe war kinderlos. Andreas Hartauer starb am 18. Januar 1915 in St. Pölten/Nieder-Österreich. Im Jahr 1937 errichtete man ihm zu Ehren bei Eleonorenhain/Lenora (Bezirk Prachatitz) ein Denkmal, mit den Worten:

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